Vergangenheit mit Zukunft: Klybeck bewahren

Die Kantonale Denkmalpflege hat das Klybeck-Areal 2011 und 2016 inventarisiert und neun Bauten sowie Ensembles ins Inventar der schützenswerten Bauten des Kantons Basel-Stadt aufgenommen. 2021 wurde die Schutzwürdigkeit der neun Objekte mittels denkmalpflegerischer Gutachten geprüft und für alle Bauten bestätigt.
Im Juni 2025 hat die Kantonale Denkmalpflege nach reiflicher Abwägung und in Abstimmung mit dem Denkmalrat, drei markante Zeugnisse der Basler Industriekultur, aufgrund von Schadstoffgutachten, aus dem Inventar entlassen.
Die dadurch möglich gewordene Zerstörung der historischen Bausubstanz stellt einen grossen Verlust für die Identität des neu entstehenden Stadtteils auf dem Perimeter des Entwicklungsgebiets Klybeckplus dar. Lesbarkeit und Präsenz der Basler Industriekultur gehen im Stadtbild verloren.
Aufgrund der industriellen Nutzung des Areals als Chemische Fabrik, bedarf es auf dem Klybeckareal offenbar angepasste Vorgehensweisen was beispielsweise den Umgang mit dem Baubestand angeht. Den gegebenen Anforderungen, insbesondere durch die produktionsbedingte Schadstoffbelastung, kann durch eine denkmalpflegerische Neubeurteilung der nicht Schadstoffbelasteten Gebäude Rechnung getragen werden.
Im Wissen um das Vorhandensein schadstofffreier Bestandsbauten mit einem hohen Baukulturellen Wert (Bau K102, K104, K106), stellte ein verfrühter Abriss, ohne fundierte Neubeurteilung, einen unwiederbringlichen Verlust dar.
„Die aktuelle Besetzung und eine laufende Petition zeigen, dass das Herz vieler junger, junggebliebener und an kulturellen Freiräumen interessierter Menschen an den Gebäuden und dem Potenzial ihrer Nutzung hängt,“ erklärt Heidi Mück, Grossrätin BastA!. Daher brauche es eine Neubeurteilung, so Mück weiter.

