Tramnetz-Optimierung ist gut, Ausbau ist dringend

«Der Vorschlag für das neue Tramnetz ist eine deutliche Verbesserung gegenüber heute», erklärt BastA!-Vizepräsident Laurent Schüpbach. «Insbesondere die direkte Verbindung zwischen Birsfelden, der Breite und dem Bahnhof SBB behebt einen langjährigen Mangel.»
Positive Aspekte sieht BastA! zudem in der besseren Verteilung der Linien, der leichten Reduktion über den Marktplatz sowie der Verlängerung der Linie vom Bahnhof SBB via St. Johann bis zum Badischen Bahnhof.
«Die bessere Verteilung der Linien ist ein wichtiger Schritt zur besseren Verteilung und Stabilisierung des Netzes. Notwendige weitere Schritte sind zusätzliche Verbindungen wie insbesondere das «Tram 30» über die Johanniterbrücke, das nun unbedingt rasch vorangetrieben werden muss», ergänzt Vorstandsmitglied Tonja Zürcher.
Verlust der Direktverbindung aus der Erlenmatt in die Innenstadt
Kritisch ist jedoch der Wegfall der direkten Verbindung aus dem Bereich Riehenring/Brombacherstrasse/Erlenmatt in die Innenstadt. Solange bei den Umsteigehaltestellen die Barrierefreiheit und die zeitliche Abstimmung nicht gewährleistet sind, bleiben direkte Verbindungen unverzichtbar. BastA! fordert zudem, dass die Linie 12 ganztägig und nicht nur in Spitzenzeiten verkehren muss, um diesen Teil des Kleinbasels nicht abzuhängen.
Die geplante Optimierung kann den Netzausbau (Tram 2030, Johannitertram, Tram Bachgraben) nicht ersetzen. «Für die Netto-Null-Verpflichtung bis 2037 sind diese weitergehenden Verbesserungen zwingend. Es ist bereits zu viel Zeit verloren gegangen», so Laurent Schüpbach. Weder die aktuelle Netzoptimierung noch die Initiative «go Basel go» dürfen zu weiteren Verzögerungen führen.

