Nein zur SRG Halbierungsinitiative

Die öffentlichen Medien sind ein sehr beliebtes Ziel autokratischer Regime. Das haben alle Diktaturen des 20. Jahrhunderts getan. Im 21. Jahrhundert gibt es auch viele problematische Beispiele: Russland, Türkei, Hongkong, Ungarn, … Auch in den USA sind die Medien im Umbruch. Die Printmedien gehören nur noch einigen Oligarchen, die Trump nahestehen, und die öffentlich-rechtlichen Medien werden entweder komplett aus der Finanzierung gestrichen oder es werden MAGA-Marionetten an die Spitze gesetzt. Genau das ist der Plan, den die SVP verfolgt. Möchten wir lieber Fernseh von TX Group, CH Media oder Teleblocher?
Natürlich ist die SRG nicht perfekt. Man denke an sehr wenig kritische Berichte über die extreme Rechte oder Transphobiker. Auch die bedingungslose Unterstützung der SRG für die Teilnahme Israels am ESC ist problematisch. Eine massive Kürzung des Budgets wird die SRG nicht besser machen, sondern nur schwächer. Die SRG wird gezwungen sein, sich auf populäre Sendungen mit grosser Reichweite oder auf billige Inhalte zu konzentrieren. Investigativer Journalismus ist weder das eine noch das andere und wäre daher in grosser Gefahr. Eine Erhöhung des Budgets für Journalismus wird nicht unbedingt die Qualität verbessern, aber eine Kürzung des Budgets wird sie sicher verschlechtern.
Laurent Schüpbach,
Vorstand BastA!


