Mit Power, Wut und einer Prise Hoffnung in die Wahljahre

In der gegenwärtigen Realität, in der wir laufend mit Katastrophen konfrontiert werden, ist es eine grosse Herausforderung, dass wir vor lauter Ohnmacht nicht gelähmt werden und uns ins Private zurückziehen. Zum Glück gibt es auch immer wieder Ereignisse, die uns motivieren und Hoffnung erzeugen, im Kleinen wie im Grossen.

Auch bei BastA! konnten wir in den letzten Monaten mit Erfolgen aufwarten: Wir haben zwei Initiativprojekte über die Ziellinie gebracht! Ende 2025 reichten wir, gemeinsam mit anderen Organisationen, die Initiative «Pharma für Alle» und im März 2026 die mit der Juso lancierte Initiative «Erben fürs Wohnen» ein. Zudem sind wir regelmässig an Märkten, vor Einkaufszentren und an Quartierfesten präsent, um für verschiedene politische Anliegen Unterschriften zu sammeln. Und zusammen mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Parteien mobilisierten wir erfolgreich gegen die vier unsäglichen SVP-Initiativen.

Extern aktiv, intern konsolidiert

Parteiintern waren die vergangenen zwei Jahre geprägt von der Stärkung unserer Strukturen und der Organisation sowie der Mobilisierung unserer Mitglieder. Wir haben uns Zeit genommen, um in den beiden Jahren ohne Wahlen Neues auszuprobieren. Seit dieser Legislatur haben wir im Grossen Rat eine eigenständige

BastA!-Fraktion. Die Wahrnehmung unserer Positionen in den Medien hat deswegen deutlich zugenommen. Um die politischen Geschäfte breiter in der Partei zu diskutieren und abzustützen, haben wir die «Erweiterte Fraktion» ins Leben gerufen. Die Frage, welche Beteiligungsgefässe wir den neu in die Partei eingetretenen sowie den bisherigen Mitgliedern anbieten können, um die Partei als Ort der Begegnung, der Auseinandersetzung und des Widerstands erlebbar zu machen, beschäftigt uns weiterhin.

Was bringt das Jahr 2027?

Für BastA! wird das kommende Jahr ein sehr entscheidendes. Wir wollen unsere Investitionen in den Parteiaufbau nun zum Ausdruck bringen. Drei Ereignisse stehen 2027 dabei im Zentrum. Vor dem Sommer findet der schweizweite Care-Streik am 14. Juni statt. Zu diesem werden wir stark mobilisieren und im Vorfeld politische Bildung und Auseinandersetzung anbieten. Dies wollen wir auf der Strasse und ebenso im Grossen Rat zum Ausdruck bringen.

Am 24. Oktober finden dann die nationalen Wahlen statt. Es geht um die Verteidigung von Sibel Arslans Sitz im Nationalrat und um einen lebendigen Wahlkampf, bei dem wir unsere linken Positionen klar, verständlich und sichtbar zum Ausdruck bringen wollen. Dazu benötigt es ein hohes Engagement unserer Mitglieder – wir wollen neue, direktere Formen ausprobieren, um mit unseren Nachbar:innen in Kontakt zu treten. Diese Wahlen sind der Testlauf für die kantonalen Wahlen im Herbst 2028. 
Durch das ganze Jahr werden wir zudem die politische Auseinandersetzung für eine solidarische Pharma voranbringen, diverse Veranstaltungen und Aktionen organisieren sowie auf die parlamentarische Debatte Einfluss nehmen. Wir rechnen mit der Abstimmung über die Initiative «Pharma für Alle» im November 2027. Diese Abstimmung für eine Public Pharma, sozusagen die heilige Kuh unserer Stadt, ist von grosser Bedeutung, die über Basel hinaus Wirkung erzeugen wird. 
Es gibt also für uns als feministische und ökosozialistische Partei einiges zu tun. Wir freuen uns über dein Engagement, deine Energie und deinen Mut im kommenden Jahr. Danke und bis bald!

Oliver Bolliger, Präsident BastA!