Mit „Pharma für Alle“ die Antibiotika-Krise bekämpfen

Die Initiative fordert einen Basler Pharma-Fonds, der gemeinnützige Projekte unterstützt, um die Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochstehenden und zugleich bezahlbaren Arzneimitteln in der Schweiz und global zu verbessern. Zudem soll mit dem Basler Fonds die Forschung nach neuen Antibiotika sowie nach Medikamenten bzw. Verfahren zur Behandlung von seltenen Krankheiten gefördert werden.
Jedes Jahr sterben weltweit rund fünf Millionen Menschen an und mit multiresistenten Keimen. Die Tendenz ist leider steigend. Die grossen Pharmafirmen haben sich jedoch aus der Entwicklung von dringend benötigten neuen Antibiotika, mangels tieferen Profitaussichten, zurückgezogen. Krankheiten, die wir im Griff gehabt haben, werden wieder brandgefährlich.
Der Basler Pharma-Fonds soll jährlich mit 2.5% des kantonalen Steuerertrags (rund 70 Mio. Franken) gespiesen werden, um die Entwicklung neuer Antibiotika zur Bekämpfung der zunehmenden Resistenzen zu fördern, die Immunzell-Krebstherapien durch die Universitätsspitäler zu gewährleisten und die Produktion von bewährten Arzneimittel sicherzustellen.
Aufgrund der zu erwartenden hohen OECD-Steuereinahmen, kann sich Basel eine gemeinnützige Public Pharma leisten und so einen solidarischen Beitrag zur Bekämpfung der bedrohlichen Antibiotika-Krise leisten sowie die Herstellung bezahlbarer Arzneimittel fördern.
Oliver Bolliger, Präsident BastA!, Mitglied Initiativkomitee


