Bulimie-Bildung nicht vom Tisch

BastA! begrüsst den Entscheid des Erziehungsdepartementes den Check S3 in diesem Jahr (2018) nicht mehr durchzuführen. Möchte aber festhalten, dass die Forderung der Lehrpersonen nach einer Streichung aller Checks in keinster Weise erfüllt ist.

In der Medienmitteilung des Erziehungsdepartementes zum Entscheid den Check S3 im Jahr 2018 nicht mehr durchzuführen, werden weitere Massnahmen zur Durchführung der Checks aufgeführt: Die Checks P3, P6 und S2 bleiben obligatorisch und sollen nur mit einer zeitlichen Verschiebung in der sechsten Klasse der Primarschule und der zweiten Klasse der Sekundarschule weiterhin unverändert durchgeführt werden.
Dies entspricht nicht im Geringsten den Forderungen der Basler Lehrerinnen und Lehrer und geht klar am Willen der Lehrpersonen vorbei. Diese haben sich in einer Resolution an der Jahreskonferenz der KSBS 2017 mit einer überdeutlichen Mehrheit für eine komplette Streichung der Checks auf allen Stufen ausgesprochen. Insbesondere die Checks der Primarschule als Förderinstrument werden infrage gestellt und sind als Instrument der Förderplanung nach Aussage von Lehrpersonen völlig ungeeignet.
Aus dem Resolutionstext:

„...Die unnötigen und teuren externen Leistungschecks in der obligatorischen Schulzeit gehören abgeschafft...
...Standardisierte Tests sind teuer, förderdiagnostisch unbrauchbar und sie führen zu dem unsäglichen Phänomen des „teaching to the test“. Sie entwerten den Unterricht, sie schwächen die Rolle der Lehrerinnen und Lehrer und sie bergen die Gefahr von unsinnigen Rankings innerhalb der Klassen, in den Schulhäusern, zwischen den Standorten und den Kantonen...“

Die Hoffnung des Departementvorstehers mit dem Verzicht auf den Check S3 im Jahre 2018 den in der KSBS-Resolution geäusserten Bedenken nachzukommen, scheint, ob der ursprünglich gestellten Forderung, sehr optimistisch.
Mögliche Kompromisse über die freiwillige Durchführung der Checks auf allen Stufen oder einer Weiterführung des Checks S2, müssten mit den Lehrpersonen ausgehandelt werden.

Beatrice Messerli, Gross- und Erziehungsrätin schlussfolgert: „Checks kosten nur Geld und haben keinen pädagogischen Mehrwert. Deshalb unterstützt BastA! die Forderung der Lehrpersonen nach Streichung der Checks.“