Wir fordern eine kritische Politik

Redebeitrag von Nicola Goepfert am March against Monsanto & Syntenta 2016

Nicola Goepfert bei seiner Rede auf dem Barfüsserplatz

Der starke Einfluss von internationalen Konzernen auf unsere Politik ist unverkennbar. Die städtische Politik verfolgt ein proaktives Zudienen, um diese Konzerne als gute Steuerzahler in Basel zu halten.

Hier angesiedelte Konzerne prägen und gestalten zu einem beträchtlichen Teil die ökonomischen, sozialen und politischen Bedingungen nach ihren Bedürfnissen.

Beispiele dafür sind der Roche-Turm und der neue Novartis-Campus.

Auch dass der Basler Regierungsrat Syngenta als Hauptpartnerin für die Expo 2015 auserkoren hat, belegt, wer in dieser Stadt das Sagen hat.

Themen der Expo waren unter anderem die Sicherung der Welternährung und die Verbesserung der nachhaltigen Ressourcenverwendung. Das einzig Nachhaltige an Syngenta ist der Profit und die Zerstörung.

Die globalen Aktivitäten und Ausbeutungsstrukturen von Syngenta werden in der Politik verdrängt. Darüber wird nicht gesprochen. So wird nie analysiert, ob die Basler Multis die Menschenrechte einhalten, und es wird nicht reflektiert, welche Verantwortung die Stadt in diesem Zusammenhang trägt.

Wir sind hier, weil wir den Multis und insbesondere Syngenta zeigen wollen, dass wir nicht wegschauen. Wir fordern einen kritischen Umgang mit solchen Konzernen. Wir wollen eine Regierung die keine Angst hat, das Fehlverhalten von Multis anzugehen.

Gemeinsam können wir etwas bewegen. Gemeinsam zeigen wir unseren Regierungen, dass wir von ihr eine verantwortungsvolle Politik fordern. Gemeinsam zeigen wir den Agrokonzernen, dass uns die Zukunft der Welt nicht egal ist. Heute machen wir uns stark für eine bessere und nachhaltige Zukunft!