Richtplan fördert Verdrängung der Bevölkerung und des Handwerks

Laissez-faire ist keine Richtplanung
Der Richtplan beinhaltet keine raumplanerische Strategie, sondern Laissez-faire. Sinn des Richtplans ist es nicht, die sowieso stattfindende Entwicklung anzukündigen, sondern strategische Rahmenbedingungen festzulegen, um die Entwicklung in die gewünschte Richtung zu lenken. BastA! fordert einen Richtplan, der voraus denkt und sich an den Bedürfnissen der Bevölkerung und dem Schutz der Umwelt ausrichtet.
Wohnen ist eine Verteilungsfrage
Zur Beseitigung der Not an günstigen und bezahlbaren Wohnungen nützt es nichts, auf Teufel komm raus Wohnungen zu bauen, wenn dabei die Verteilungsfrage (Preisklasse der Wohnungen) ignoriert wird und gleichzeitig mit weiterer Zentralisierung von Arbeitsplätzen in der Stadt die Nachfrage steigt. Es braucht wohnungspolitische Massnahmen, damit auch wirtschaftlich schwächere Bevölkerungsgruppen eine bezahlbare Wohnung finden (vgl. Raumkonzept Schweiz des Bundesamts für Raumentwicklung).
Wirtschaft: Vielfalt statt Klumpenrisiko
Der Richtplan ist einseitig auf die Förderung der wachsenden Zentralisierung von Arbeitsplätzen in
wertschöpfungsintensiven Branchen der Stadt ausgerichtet. Er gibt zwar vor, das Ziel zu haben, den
Nachfragedruck auf Wohnraum und den Pendlerverkehr zu reduzieren, bewirkt aber das genaue Gegenteil. Anstatt eine weitere Zentralisierung der Arbeitsplätze in Basel und den Ausbau des Pharma-Klumpenrisikos zu fördern, muss der Richtplan auf die Stabilisierung der Arbeitsplatzzahl und eine Stärkung der Branchenvielfalt in der Stadt ausgerichtet werden.