Divestment now!

Hier die Interpellation im Wortlaut:
Pensionskasse, Stiftungen, Fonds – gibt es bei der Bürgergemeinde Basel eine Strategie des Klimaschutzes im Bereich Anlage von Finanzvermögen?
Das Pariser Klimaschutzabkommen enthält neben anderen auch das Ziel, die allgemeinen Finanzflüsse klimaverträglicher auszurichten. Es soll mehr Geld in umweltfreundliche, dafür umso weniger in treibhausgasintensive Technologien und Energieträger investiert werden. Als Vertragspartei des Übereinkommens von Paris bekennt sich auch die Schweiz zu diesem Ziel. Eine BAFU-Studie von 2017 hat gezeigt, dass Schweizer Pensionskassen mit ihrem heutigen Investitionsverhalten eine globale Erwärmung von 4–6 Grad Celsius finanzieren – weit entfernt vom 1.5 bis 2.0°C Ziel. Immer mehr staatliche Institutionen und Gemeinwesen pochen darauf, dass Pensionsfonds ihrer Angestellten keine Anlagen in Bereichen halten, die klimaschädlich sind. Vor diesem Hintergrund, bitten wir den Bürgerrat folgende Fragen zu beantworten:
Pensionskasse der Mitarbeitenden der Bürgergemeinde
1. Die Pensionskasse der Mitarbeitenden der Bürgergemeinde ist die Baloise Sammel Stiftung. Hat der Bürgergemeinderat Kenntnis über die Anlagestrategie der Baloise Sammelstiftung?
2. Gibt es bei der Baloise Transparenz in Bezug auf die Klimaauswirkungen ihrer jetzigen Kapitalanlagen? Wenn ja, wie hoch ist der Anteil besonders klimabelastender Investitionen?
3. Gibt es bei der Baloise eine Strategie in Bezug auf das Klimaziel von Paris? Z.B. Investition in CO2-freie Technologien respektive Ausstieg aus besonders schädlichen Technologien wie Kohle, Ölbohrungen, Fracking?
4. Falls keine derartige Strategie bekannt ist, sieht der Bürgerrat Möglichkeiten der Einflussnahme auf die PK-Strategie ihrer Angestellten?
Vermögensverwaltung Stiftungen und Fonds
Die Zentralen Dienste verwalten einige Stiftungen und Fonds. Im Jahresbericht steht dazu: „Rund drei Viertel des Stiftungsvermögens sind in einem passiv bewirtschafteten Vermögensverwaltungsmandat bei zwei verschiedenen Bankinstituten gepoolt und nach Massgabe einer klar definierten Strategie investiert.“ (S.82) Das Vermögensverwaltungsmandat umfasst gemäss Jahresbericht 27 Millionen Franken (S.84).
5. Enthält die „klar definierte Strategie“ auch Kriterien zu Klimaschutz?
6. Hat der Bürgerrat Kenntnis darüber, wie viel Kapitalanlagen in diesem Portfolio besonders klimaschädliche Auswirkungen haben?
7. Ist der Bürgerrat bereit, eine aktive Anlagestrategie zu verfolgen, welche die Klimarisiken verringert?
Pierre-Alain Niklaus